Philosophie bearbeitet Felder der Metaphysik, wie z.B. der Moral, die nicht sinnvoll zu einem Beweis geführt werden kann oder beschäftigt sich mit nahe liegenden Spekulationen, die in sich das Ziel tragen, aus dem Zustand der Philosophie in die beweisführende Wissenschaft zu gelangen.
Wissenschaft ist der "edlere Pfad" zur Wahrheitsfindung.
Wissenschaft und Philosophie haben aber die selbe Grundtechnik der Wahrheitsfindung: Jede These steht zur Kritik! Und jede Theorie besteht nur, solange sie dieser Kritik stand halten kann.
Wissenschaft und Philosophie folgen, kann man sagen, dem "Dogma des Zweifelns".
Religion hingegen, wie das Christentum oder der Islam, immunisieren ihre Thesen mit Erhöhungen wie Heiligsprechungen, Dogmen und Tabus gegen jegliche Kritik. Sie predigen das Dogma des Glaubens, das jeden Ehrgeiz lähmt, die wildeste Spekulation in eine näher liegende Spekulation, geschweige denn zu einem Beweis zu führen!
Der Wahrheitsverhaftete kann die Religion daher nicht als gleichwertigen Zweig der Geistesarbeit neben Philosophie und Wissenschaft akzeptieren.
Gewiss kann er den Religionsverhafteten und seine Rituale tolerieren, sofern er damit die freie Entwicklung der anderen Menschen nicht beschneidet. Der Respekt vor dem Anderen und dem -Anderssein muss fester Bestandteil sein der von uns gelebten Moral! Aber:
Ein Verhaltenskodex der Freidenkenden ist der Dialog.
Die Dialogbereitschaft der Religionsverhafteten findet ihre Grenze jedoch in ihren Dogmen und Tabus. Wer von den Freidenkenden diese Grenzen überschreiten will, der bekommt Probleme: Feindschaft und Auseinanderleben werden das Ergebnis sein.
Toleranz ohne Kritikbereitschaft isoliert die einzelnen Gruppen, wer nicht reden will, wer sich nicht öffnen will, behindert gesellschaftliches Zusammenwachsen, schürt Misstrauen, schafft Fremdheit, Feindschaft und Vorurteile.
Wer nicht zum substanziellen Dialog bereit ist, beschneidet das Dogma des Zweifelns der Wahrheits- und Freiheitsliebenden, indem er ihnen sein erkenntnisfeindliches Glaubensdogma entgegen stellt.
Eine stabile, funktionierende Gemeinschaft braucht einen gemeinsamen Boden von Basisverträgen, einen gemeinsamen Verhaltenskodex, sprich eine gemeinsame Moral. Und in unserer säkularisierten Wissens-Gesellschaft solle ein Grundsatz der der offenen Dialogbereitschaft sein, das "Dogma des Zweifelns" - das nun einmal gegen jegliches Glaubensdogma steht.
Wir können nicht annehmen, dass auf einem lügenverseuchten Kulturboden, die vorteilhafteste aller denkbaren Kulturen wachsen kann! Daher verdient keine dialogfeindliche Religion freiheitliche Toleranz!
(Das soll keine Hetze gegen die Religionsverhafteten sein; jeder gutwillige, gemeinschaftsdienliche Mensch verdient Respekt. Aber jeder von denen darf wissen, was für Probleme ein religionsbestimmter Kulturboden in einer säkularisierten Gesellschaft aufwirft!)
Wer nicht mit uns reden will, der muss das auch nicht tun.
Es hat ja keinen Sinn zu reden, wenn die Argumente nicht verstanden werden wollen.
Aber niemand wird uns daran hindern, mit den Gesprächsbereiten auch über die Religion der Leute kritisch zu reden, die sich uns verschließen.
Und redet nicht von "Verletzung religiöser Gefühle", wenn wir den Dogmengläubigen ein paar neugierige Fragen stellen... Wer von euch fragt denn nach der Verletzung unserer Geistesfreiheit durch den Suggestionsterror der Angstreligionen, dem auch ihr zum Opfer gefallen seid?
Alle Religionen haben ihre Geschichte, alle einen Anfang und ein Ende.
Es gab das vedische, brahmanische Zeitalter mit ihren Göttern, bis Buddha kam...
Die Ägypter hatten ihre über 2000 Jahre währende Religion, bis die Christen kamen und alles nieder walzten...
Die Maya und Azteken hatten ihre Götter und ihre Kultur, bis die Christen kamen und alles nieder walzten....
Das selbe gilt für unsere Breitengrade, den Stammes- und Naturreligionen in Europa und Nordamerika.
Dasselbe stellten die Moslems mit den von ihnen okkupierten Gebieten an.
Alles eine furchtbare Geschichte der Macht der Waffen.
Macht, Waffen, Tod und Unterdrückung, nur das ist der Boden, auf dem die Bäume unserer Angstreligionen wachsen konnten. Die Gehirnwäsche von Hölle und Todesdrohungen bei Nichtglauben und heidnischem Denken gegen Gott sind der Luftmantel, den diese Religionen schaffen, und in dem sie einzig lebt!
2000 Jahre währte die ägyptische Religion. 2000 Jahre währt jetzt das Christentum.
Und nun ist die Zeit gekommen, dass die Wahrheit die ganze religiöse Welt mit ihren Waffen, den Waffen der Argumente, okkupiert!
Religion, ade!
