Den Gottessegen für Regenten-Inthronisation und für die von ihnen erlassenen Gesetze glaubt niemand mehr.
Demokratie funktioniert viel besser als alle anderen Regierungsformen, die die Menschheit erleben durfte und erleiden musste. Daher sind diese ehemals als ewig geltenden Glaubenssätze nicht mehr so populär. Unsere Religionsfürsten beugen sich aber gerne den Realitäten, wenn sich die Macht leider nicht anders halten lässt.
Doch etwas blieb ihnen noch. Und das ist die immer noch recht erfolgreiche Predigt des Glaubens an die Gottbefohlenheit der Moral. Ein Kriegsschauplatz der Kirchen, den ihnen die Aufklärung und die Demokratie - bis dato - noch übrig ließ.
Diese Moral ist aber autoritär, dunkel und puritanisch und kommt aus dem Munde von Menschen, die vorgeben, Gottes vorzügliche Medien zu sein. So schafft man Machtpositionen. Das verhält sich wie damals die Fürsten und Kaiser zum Gesetz.
Jeder darf nun jeden Mist glauben, den er will.
Aber wir bestehen darauf: Der Glaube muss das Ergebnis einer freien Entscheidung sein!
Deshalb sprechen wir uns ausdrücklich gegen den Religionsunterricht für Kinder bis zum 16. Lebensjahr aus!
Denn der Religionsunterricht arbeitet mit unverantwortlichen Suggestionstechniken, die unsere Kinder in ihrem gesunden Freiheitswillen und in der unbefangenen, freien Entwicklung ihrer geistigen Kapazitäten irreversibel schwer beschädigen können.
Und das ist der politische Kampf, den wir durchzusetzen gedenken, durchsetzen werden und durchsetzen müssen. Den Rest erledigt einzig das Argument!
Was geschieht, nach der bösen Ahnung der Gläubigen (hier: der christlichen Angstreligion), mit denen, die gegen die vorgegebene Moral handeln, also sündig sind? Sie werden göttlich abgestraft. Der Herr liebt nicht das komplizierte Gesetzeswerk: Unbereute Vergehen, egal welcher Größenordnung, werden mit ewigem Höllenfeuer bestraft oder ewigem Tod.
Das schlimmste Vergehen ist die aus unbefangenem Verstand geborene Ungläubigkeit. Wer nicht an den Schmonzes von der Wiederauferstehung, dem Schulderlass (nur bei Glaubensgefolgschaft!), der Erbsünde usw. glauben kann, der ist verdammt! Soviel zum gnädigen Christengott nebst seiner muslimischen Kopie Allah, der aber noch etwas strenger ist...
Natürlich wird die Hölle heute nicht mehr so offen gepredigt, wie der Klerus es noch vor 30 Jahren wagte. Die Herren sind subtiler geworden. Sie haben Angst vor einem Aufstand des säkularisierten Geistes, der ihnen die Kinder aus den Händen und die Pfründe aus den Taschen reißen könnte.
Aber der Boden und der Quell ihrer Angstreligion ist noch der selbe wie vor 30 und vor 2000 Jahren. Es ist die selbe Bibel, auf die sie sich berufen, es ist die selbe Religion, mit der sie uns infizieren wollen. Die Absicht ist die selbe, wenn auch die Methoden sich verändert haben.
Die Gläubigen sagen, dass ihre Religion die glücklich machende Frohe Botschaft sei, und sie mache alles andere als Angst!
Wir sagen, diese Suggestionstechnik verbietet dir auch die Angst, denn Angst kann nur der Ausdruck von Zweifeln sein! Und Zweifelnde sieht Gott nicht gern... Denn nur, wer Gott "erkennt", kann sich seiner Gnade sicher sein... Diese Suggestionstechnik unterdrückt deine Zweifel-Gefühle doppelt - nämlich so sehr, dass du sie nicht nur tabuisierst, sondern auch nicht mehr in dein Bewusstsein heben magst - und vielleicht auch nicht mehr kannst! Das Gefühl dieser Verdrängung muss das Gefühl einer furchtbaren Leere sein, die dann der (künstlich aufgerissene) Platz für das Bedürfnis des täglichen religiösen Schreis nach Erlösung ist! Es ist jedoch nicht das Gebet, das dich erlöst, es ist die Auflösung dieser verdrängten Angst, die in deinen Kinderjahren tief in dir eingelegt worden ist, die dich erlöst!
Viele, die von sich selbst bekunden, nicht so religiös zu sein, der Kirche also kritisch gegenüber zu stehen, sagen auch: Ich kenne den Religionsunterricht, aber Angst hatte der mir keine gemacht. Wir sagen: Schau auf deinen Glauben. Wenn das der Glaube an irgendwelche christlichen Elemente in Form der Wiederauferstehungs- und der Erlösungslehre ist, die du nicht loslassen kannst, weil du um dein ewiges Leben fürchtest, dann bist du eben doch das Opfer der Angst, die dir (scheinbar) irreversibel eingejagt worden ist. Denn wir behaupten: Wer in unserer (relativ) aufgeklärten und wissensbejahenden Zeit so etwas Irreales, Unwirkliches wie diese Grundelemente des Christentums 1) glaubt, der ist das Opfer seiner (künstlich aufgebauten) Angst.
Gewiss gibt es etliche, die durch die selbe religiöse Erziehung wie wir alle gegangen sind und diesbezüglich trotzdem ein angstfreies Leben führen. Weil viele glückliche Determinanten das so ermöglichten. Die Determinante "Religionserziehung" gehört aber gewiss weniger dazu...
Schauen wir aber auf das Gesamtergebnis, dann sehen wir, dass die Mehrheit Weltbilder pflegt, die ohne einen christlich (oder muslimisch) geschnitzten Gott nicht auskommen. Und das ist ein Erziehungsergebnis, das nicht dem menschlichen heutigen Erkenntnisstand gemäß ist - es ist das Ergebnis subtil geschürter Angst!
Was Religionen in der Lage waren in unsere Gedanken und Herzen rein zu kotzen, mit der ganzen Kraft ihrer Suggestion, besonders im Bereich der Kinder-Erziehung, das ist der wahrheitsliebende Teil der Menschheit noch nicht in der Lage gewesen, wieder raus zu kotzen.
Mit diesem Horror-Szenario sind wir alle erzogen worden, die Religionsunterricht in der Schule hatten. Manche von uns konnten dank ihrer Verstandesleistung trotz des künstlich erzeugten Seelendrucks erfolgreich zum Atheismus konvertieren, viele müssen die Verkrüppelungen, diese Angst, der Verbot des Zweifelns, die aus solcher Erziehung resultieren, ein Leben lang mit sich tragen. Nie weicht die Angst ganz. Unseren nachkommenden Kindern wollen wir diese neurotischen Verkrüppelungen nicht mehr tragen lassen!
Sind es aber nicht gerade die Christen, die zum Großteil, zumindest heutzutage, besonders hilfsbereit, sanft und freundlich auftreten?
Hört euch dann mal die Tonlage genauer an! Immer hat man die Ahnung, dass sie den edlen Worten ihres Gottessohnes folgen, um sich einen Platz im Himmel zu sichern. Ein Deal mit Gott! Das Samariterhafte ist nicht eine Handlung aus einem inneren Bedürfnis heraus, das sie treibt. Es ist nichts als ihre irreale Hoffnung, die sie so schleimen lässt...
Sie dienen sich nicht an, weil sie dich für wertvoll halten. Sie halten den Nicht-Gläubigen immerhin für wert, die ewige Verdammnis zu erleiden. Sie selber sind mehr wert vor Gott als du. Und damit auch vor sich selbst.
Christen, die diese Zeilen jetzt lesen: Folgt der Wahrheit resp. der Wirklichkeit! Lügt euch nicht in die Tasche! Die Wirklichkeit ist der höchste Bezugspunkt, den wir haben. Es ist nicht gut, etwas zum Boden unseres Kulturlebens zu machen, was außerhalb der Wirklichkeit steht!
Sind Christen von heute aber nicht total weltnah?
Sie haben z.B. karitative Einrichtungen, und arbeiten in ihnen, um Armen zu helfen, ohne nach ihrer Religion zu fragen. Sie haben Krankenhäuser, um Kranken zu helfen, gleich welcher Konfession.
Das ist schön. Aber um Armen zu helfen braucht man Arbeitskraft und Geld. Die Arbeitskraft kann zum Teil und zur Not ehrenamtlich abgeschöpft werden. Von Gottbeseelten, die sich damit den besagten Sonderplatz im Himmel versprechen. Das könnte man auch gewissenlose Ausbeutung nennen...
Um Kranken zu helfen, braucht man eine medizinische Ausbildung. Das Geld kommt von den Krankenkassen. All das Geld, das da rein fließt, um den Laden zu Laufen zu bringen, ist ein Teil der Wertschöpfung der ganz profanen Wirtschaft und sonst nichts! Mit Religion hat das alles nichts zu tun. Religion ist in diesen Einrichtungen disfunktional! Sie sind nichts als das PR-Vehikel für das christliche Wort!
Christen sind ja auch Wissenschaftler!
An der Uni haben sie eine Fakultät, die Theologie. Auch sie beherrschen die wissenschaftliche Technik des Infragestellens. Und sie stellen alles infrage. Nur nicht sich selbst!
Ihre Aufgabe ist eben nicht die Erkenntnis, ihre Aufgabe ist, wie damals bei den gewalttätigen Landeinnahmen und Volksunterdrückungen, die heute leider nicht mehr möglich sind, die Mission! Die Schlachtfelder können die Religionsfürsten heute leider nicht mehr selbst gestalten. Die geben heute eine säkularisierte Gesellschaft vor....
Christen gehen mit der Zeit!
In Griechenland z.B. gibt es ein paar Mönche, die machen mit liturgischen Texten Rockmusik, um die Botschaft Christi den jungen Leuten nahe zu bringen. Die einst verdammte Musik der kirchenfeindlichen Philosophie des Sex and Drugs and Rock and Roll!
Denen reichen 2000 Jahre Herrschaft über die Religionserziehung der Kinder nicht, um ein paar Glaubenssätze ihres HErrn in einer Form an den Mann, die Frau zu bringen, die nicht mehr als die schon verfügbaren Suggestionsmittel nötig macht. Und sie haben keine Zurückhaltung, sich aller möglichen Mittel zu bedienen. Wenn er nur der Missionierung dient.
Warum tun die Christen sich trotz ihrer immensen Steuerungsmöglichkeiten so schwer, ihre Botschaft den Menschen anzubringen?
Weil die Lüge den menschlichen Geist nicht einfach gewinnt! Ihn zu gewinnen, tut sich die Wahrheit meistens nicht so schwer.
Wenn eine Lüge sich so lange halten soll, wie die Christen ihre Lügen schon zu halten vermögen, der muss schon Herr über entsprechende pure Gewalt-Energetik sein. Was für eine Gewalt, Christ, die dich aus der Schwerkraft der Wahrheit dermaßen hinaus katapultiert, dass du nicht mehr zu ihr zurück finden magst und kannst!
Seit dem Beginn der Aufklärung im 17. Jahrhundert befindet sich der atheistische Teil der Menschheit mit den organisierten Religionen de facto in einem heiligen Krieg. Und es sind die Waffen der Argumente, die unsere Stärke und die Schwäche der Religionen sind.
Was lässt die Religionen und ihre irdischen Statthalter dann eigentlich noch leben?
Es ist die ungelöste Frage nach der Bedeutung des Todes, es ist die Angst vor dem Tod, die die Schwachstelle des Atheismus ist.
Wir wissen doch, dass einzig die Unwissenheit und die Angst die Treiber der religiösen Programme sind.
Es ist leider auch so, dass der Konflikt zwischen aufkeimendem Wissen und Religion die inneren Gewissenskonflikte der Gläubigen, oder der glauben Wollenden, zusätzlich schürt:
Die glauben Wollenden stecken in einer Zerreißprobe zwischen der weltlichen Annehmlichkeit der Freiheit (zu glauben, alternativ zu glauben, nicht zu glauben) und den Moraldiktaten der Angstreligion.
Die Frage: "Was ist, wenn es doch einen Gott (christlicher, jüdischer oder muslimischer Prägung) gibt?", steht quälend und unbeantwortet im Raum.
Gott schenkt bei guter irdischer Führung ewiges Leben, glauben die Leute, zwingen sich die Leute zu glauben in der puren Angst vor dem Nichts!
Die annehmbare Alternative scheint nicht da zu sein.
So glauben auch die meisten Atheisten, dass nur ein Gott das ewige Leben in seinem Füllhorn haben kann. Sie schließen mit der Existenz Gottes automatisch auch die Existenz eines ewigen Lebens aus. Sie halten es zudem für müßig, danach zu forschen. Sie finden sich mit der Endlichkeit ab.
Bertrand Russell behauptete in seinem Buch "Warum ich kein Christ bin": Es gibt keinen Gott. Der Tod ist endgültig. Religionen sind von Menschen wie in der Kinderzeit der Menschheitsgeschichte gemalte Weltbilder. (frei zitiert)
Weiter: Das Universum sei nicht erklärbar (!! - das Buch wurde 1957 geschrieben...). Es habe keinen Sinn, einer Erklärungslinie zu folgen.
Nun, wir tun das aber schon.
Mit den folgenden Kapiteln begeben wir uns auf den Weg zur analytischen Lösung der Fragen, die die brennendsten Fragen der Menschheitsgeschichte sind:
"Wo kommen wir her, wo gehen wir hin?" und "Gibt es ein Leben nach dem Tod?"
Der Kampf gegen die schlimmsten, in Kollektivpsychosen eingegangenen und eingehenden Geistesirritationen in der Geschichte der Menschheit wird mit einer erfolgreichen wissenschaftlichen Besetzung der o.g. Themata in Symposien, Hörsälen, Talkshows, Schulen, privaten Stuben und Stammtischen ihr ebenso erfolgreiches Ende finden!
Weihnachten und Ostern wird es zum Ausgang des 21. Jahrhunderts nicht mehr geben. Die christliche Zeitrechnung wird abgeschafft.
Wir diskutieren lieber, statt in die Kirchen zu rennen, um uns mit unwidersprochenen Predigten zumüllen zu lassen. Wir bitten nicht den HErrn um Hilfe, wir bitten unseren gesunden Menschenverstand mitsamt seinem Vorhof der Intuition.
Wir lassen uns nicht zweifelhaft bedienen, wir knien uns zu Boden - nicht um zu beten! - wir graben nach dem Schatz. Wir scheuen uns nicht, vom Baum der Erkenntnis zu essen. Und im Schweiße unseres Angesichts werden wir die Ernte heimfahren. Arbeit und Geistesarbeit schaden nicht. Diese Arbeit ist unser Gebet.
