Der Tod ist ein Datum, dem niemand enteilt.
Alle möglichen Dinge der Existenz werden heutzutage wissenschaftlich durchdrungen, analysiert.
Es ist eine in unserem Wissensdurst begründete Lebensaufgabe, die Dinge in uns und um uns herum bis zu einem befriedigenden Verständnis des Wesens und seiner Zusammenhänge zu erkennen.
Unser Forschungsdrang hat die Evolutionstheorie, die Psychoanalyse, die Kosmologie, die Archäologie und all die anderen Zweige mit ihren segensreichen Früchten hervor gebracht.
Erkenntnis ist das aufgehende innere Licht.
Es entspricht unserem Naturell, dass die Dinge, die uns interessieren, dann auch die Objekte unserer Forschung werden.
Jedoch - bis dato - offensichtlich nicht der Tod.
Wir wollen ihn nicht, wir mögen ihn nicht, wir erwarten nichts Gutes von ihm. Aber er wird uns ereilen.
Die meisten verdrängen zeitlebens dieses Datum. Und eilen dann ängstlich unter die Kutten der Priester mit dem Stoff der Frohen Botschaft, wenn sie alt geworden sind. Dann wird diese Pille geschluckt, in der Hoffnung, dass sie die Bilder liefert, die gefallen....
Rückfragen werden nicht mehr gestellt. Dazu fehlt sie Zeit.
Andere wiederum sind bis an ihr Lebensende überzeugte Atheisten und finden sich mit der Endgültigkeit des Todes ab. Wenn Nichts ist, dann tut das auch nicht weh. Trotzdem muss eine solche Geisteshaltung als verdammt mutig anerkannt werden. Auch wenn dieses Denken nahe liegend ist: Das Nichts ist schwer vorstellbar, und es ist schwer zu akzeptieren.
Das Thema "Leben nach dem Tod" ist immer noch ausschließlich ein von Imams, Gurus, Rabbis, Priestern und Pastoren besetztes Thema.
So sehen - und lassen - das offensichtlich aber auch fast alle Atheisten: Sie resignieren vor der angenommenen Endgültigkeit und überlassen den Religionsverhafteten das Feld.
Darum müssen wir uns hier ausführlich mit Glauben und Religion beschäftigen, um das Thema "Tod" aus seinen Verflechtungen mit ihr zu lösen.
So ist es - zurzeit noch - oft nicht einfach, dieses Thema, auch nicht unter neuen wissenschaftlich Aspekten und rein logischen Verknüpfungen, in die Diskussion zu bringen:
Schnell wird einer, der so was versucht - von nicht wenigen - als missionierender Heiliger einer wahrscheinlich obskuren Sekte eingeschätzt...
Aus diesen Fesseln - der durchaus nachvollziehbaren Vorurteile - muss man sich erst mal befreien.
Deshalb sei an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt: Wer hier den Anhang an eine neue Sekte sucht, der ist auf dem Holzweg! Hier geht es um Erkenntnisleidenschaft. Die Gegenrede ist erwünscht! Irrtümer werden immer wieder begangen und werden nach Einsicht sofort korrigiert!
Der Tod ist eines der brennendsten Themen der Menschheitsgeschichte. Aber fast niemand geht das mit gezielter, logischer Erkenntnismethodik an.
Die einen halten sie für sinnlos, von vornherein, und die anderen sind ja schon im Besitz endgültiger Wahrheiten, festgeschrieben im Talmud, der Bibel, dem Koran...
Das vorliegende E-Book ist ein Beitrag zur Anstiftung einer weltweiten, offenen, realitätsorientierten Debatte über die Frage: "Gibt es ein Leben nach dem Tod?"
Sie soll alle Menschen dazu anregen, darüber zu lesen, sich mit Gedanken in sie zu vertiefen, sie zu einem Inhalt ihres Lebens zu machen. Statt sie immer wieder zu verdrängen. Oder in der Flucht zum Dealer sein Heil zu suchen. Was diese Dealer nur am Leben lässt, das ist unsere Sucht! Und unsere Angst, ohne diese Sucht nach Betäubung nicht sein zu können.
Doch dieses E-Book bietet als Alternative zu den Halluzinationen die Realität. Sie bringt mehr Glück und Erfüllung, egal wie hart sie ist. Die Realität zu durchleben ist Wahrnehmungsglück! Ein tieferes Glück gibt es nicht.
Und darüber hinaus scheint mir diese Realität auch ihre spezielle frohe Realbotschaft zu haben: Der Tod ist vielleicht doch nicht das endgültige Nichts, sondern nur eine vom Bewusstsein gezogene Wand... Vielleicht sieht die Realität doch besser aus, als der Süchtige in seinem tiefsten unterbewußten Inneren zunächst befürchten mag... Das zu erörtern, soll das Ziel dieses Buches sein.
Jedoch ist sie, die Realität, mit oder auch ohne Jenseitsversprechen, immer der religiösen Halluzination vorzuziehen.
Die Gedanken können ausgetauscht, kritisiert und ggf. verbessert werden.
Jedem, der seine Lebensfreude nicht beschädigen will, sei nahe gelegt: Beschäftigt euch intensiv mit dem Tod!
Wartet nicht auf die großen Geister! Manche - Jung, Tipler - waren und sind vielleicht schon da...
Verkriecht euch nicht in eine den Erkenntnisprozess erstarrende Religion! Und wenn viele kompakt mit ihrer Geistesarbeit auftreten, ihrer unverdrängten Angst, ihren Fragen, ihrer Leidenschaft und sich mit den schon jetzt vorliegenden Ergebnissen der Wissenschaft beschäftigen mögen, dann kommen - und werden - die nächsten mit noch besseren Ergebnissen schon von selbst.
Schon die reine Beschäftigung, die Justierung von der Verdrängung in die Gedanken, in die Denk-Systeme hinein: Brainstorming z.B., ist - selbst ohne Ergebnis - eine hilfreiche Form von Meditation, deutlich hilfreicher als jeder gottesdienstliche Opfergang! Weil jeder wissenschaftlich, logikorientiert Suchende den aufregenden Odem der Wirklichkeit fühlt!
Die Ernte werden gewiss schon schnell zufrieden stellende Zwischenergebnisse, und irgendwann vielleicht auch endgültige Erkenntnisse, sein.
